Netzwerktreffen der Region Rottal-Inn

Netzwerktreffen der Region Rottal-Inn

„Gute gesunde Schule“: Halbzeitkonferenz

 

Netzwerktreffen des Bayerischen Landesprogrammes –Vernetzung durch mebis

 

„Die Hälfte der 3 Jahre ist vorbei! Zeit für eine Zwischenbilanz.“ Mit diesen Worten begrüßte die Regionalkoordinatorin Heike Sonnleitner die Vertreter der 12 beteiligten Schulen aus dem Landkreis Rottal-Inn an der Grund- und Inntalmittelschule in Kirchdorf am Inn und bedankte sich zunächst beim Schulleiter Rainer Lehner für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und der Organisation des Caterings für diese Veranstaltung vergangene Woche.

Seit eineinhalb Jahren arbeiten die Schulen im Rahmen des bayerischen Landesprogrammes an ihrer „Guten gesunden Schule“. Nach der Evaluation und den ersten Zielformulierungen war es nun an der Zeit, ein Zwischenresume zu ziehen.

Zu diesem Zweck war auch eigens der Landeskoordinator, Michael Partes, aus Coburg angereist. In seiner Begrüßungsrede betonte er, dass Gesundheitsförderung keine zusätzliche Aufgabe der Schule werden solle, sondern in alle Bereiche des schulischen Lebens integriert werden müsse und somit bei der Schulentwicklung eine sehr wichtige Rolle spiele. Wer hier jedoch schnelle Erfolge suche, wird sie nicht finden. Es müsse eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, um eben gut durchdacht diesen Weg einzuschlagen. Er bedankte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei Frau Sonnleitner für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Koordination und Unterstützung der beteiligten Schulen.

Als Nächstes berichteten die Teilnehmer von ihrer Arbeit und stellten kurz die umgesetzten Ziele vor. Das Thema „Lehrergesundheit“ nimmt hier eine wichtige Stellung ein. Alle Schulen nahmen deshalb, größtenteils mit den gesamten Kollegien, im vergangenen Herbst am Lehrergesundheitskongress in Passau teil. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Schulpädagogik von Prof. Dr. Dr. Norbert Seibert und seiner Hauptverantwortlichen für Lehrergesundheit, Dr. Elke Krauser, dem Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung und Prävention in Passau, stellvertretend Sylvia Seider und den Regionalkoordinatorinnen von Passau (Stephanie Reichardt) und Rottal-Inn (Heike Sonnleitner) organisiert. Mit zwei Fachvorträgen und zahlreichen Workshops konnten die Lehrerinnen und Lehrer verschiedene Angebote und Strategien der Gesundheitsförderung im Überblick kennen lernen. Für die noch ausstehenden eineinhalb Jahre möchten die 12 Schulen nun verstärkt schulartübergreifende praktische Fortbildungen im Bereich „Lehrergesundheit“ organisieren und anbieten.

Außerdem nutzten einigen Schulen bereits die Angebote des Kommunalen Unfallversicherungs-verbandes, wie z. B. die Einrichtung eines „Lernfördernden Klassenzimmers“ oder die kostenlose Messung der Nachhallzeiten in Klassenräumen. Andere Schulen wollen sich noch die Unterstützung des KUVB bei der Gestaltung eines „Naturnahen Pausenhofs“ einholen. Der KUVB ist neben der AOK und der BARMER GEK ein Kooperationspartner des Landesprogrammes. Eine Kollegin erzählte von der Einführung von „Motion-Teams“ an ihrer Schule. Ausgebildete Schülergruppen bringen somit nun mehr Bewegung und Entspannung in die Klassen.

In einem weiteren Punkt konnten die Teilnehmer ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Landesprogramm, positive Aspekte und eventuelle Verbesserungsvorschläge den Verantwortlichen mittteilen. Im April findet nämlich eine Zukunftskonferenz mit allen Koordinatoren und Kooperationspartnern statt. Dort soll die Fortentwicklung des Programms, sowohl inhaltlich als auch strukturell, erörtert werden. Die oben gesammelten Aussagen werden dafür eine sehr gute Diskussionsgrundlage bieten.

Ein Wunsch der Schulen bestand darin, sich neben den Netzwerktreffen auch digital vernetzen zu können. Deswegen wurde mit Hilfe der Internetplattform „mebis“ des Landesmedienzentrums Bayern ein geschützter Raum für die Teilnehmer des Landesprogrammes eingerichtet. Hierzu fand im Anschluss des Netzwerktreffens eine kurze Einführung zu „mebis“ statt. Herr Partes erklärte den Teilnehmern, wie Informationen ausgetauscht, Dateien hochgeladen und Umfragen eingesetzt werden können. Mit Hilfe dieser Plattform wollen die Schulen nun noch enger bei der Umsetzung ihrer Ziele zusammenarbeiten.

 

Ein nächstes Wiedersehen wird es Anfang Juli bei einem bayernweiten Schultreffen geben. Neben Vertretern der 12 Schulen aus der Region Rottal-Inn werden Teilnehmer aus weiteren 32 Schulen der Regionen Selb, Tirschenreuth, Freyung-Grafenau und Passau zu einem regen Informationsaustausch darüber zusammenkommen, wie eine „Gute gesunde Schule“ in der Praxis aussehen kann.

 


Zum Bild:
Von li.:
Heike Sonnleitner (Regionalkoordinatorin), Irmgard Lehner (GY Altötting), Patricia Hoffmann (GY Simbach), Christina Schmitt (GS/MS Kirchdorf), Maria Weger (BFS Pfarrkirchen), Gertrud Bogdany (GS Reut), Berhard Gemander (MS Simbach), Katharina Hornung (GS Julbach), Ursula Plinganser (GS Ering), Monika Gemander (GS Simbach), Tamara Leidl (RS Simbach), Irmgard Winterer (GS/MS Kirchdorf), Caroline Dobler (GS Prienbach), Serena Mayer (MS Simbach), Rainer Lehner (GS/MS Kirchdorf), Florian Weilnhammer (RS Simbach), Michael Partes (Landeskoordinator)