Anschub tut gut

Mädchenrealschule der Franziskanerinnen

Anschub tut gut

Grün, rot, orange - Die Pausen an der Mädchenrealschule der Franziskanerinnen in Volkach sind bunter geworden. Einmal in der Woche bereiten hier die Eltern in der Schulküche 150 gesunde Frühstücke für die Schülerinnen zu: Tomaten, Gurken, Salat und Gemüseaufstrich gehören dazu. Speiseplan, Einkauf, Helfer-Dienstpläne, Zubereitung, Verkauf. Alles läuft in Eigenregie. Die Nachfrage bei den über 400 Schülerinnen ist viel größer als das Angebot sein kann. Deshalb gibt es ein Rezeptheft für daheim, zum Nachmachen. Das optisch schöne und gesunde Pausenbrot gehört hier mittlerweile zur Schulkultur. Eingeführt wurde es mit einer Elternfortbildung zur gesunden Ernährung, organisiert von Anschub.de.

Schulentwicklung, das gab es hier früher nicht

Vor Anschub.de sei Schulentwicklung in der Mädchenrealschule ein Fremdwort gewesen, sagt  Lehrerin Birgit Engel. Sie leitet die Lehrer-Steuergruppe, die ebenfalls durch Anschub.de angeregt wurde. „Das lief, wie es immer lief. Die Module und Workshops von Anschub.de haben strukturiertes Denken gebracht." Nach einem Eltern-Infoabend wurde auch eine  Steuergruppe der Eltern ins Leben gerufen. Ideen und Wünsche werden nun Punkt für Punkt abgearbeitet.

Gesundes Pausenbrot, Bewegte Schule und Entspannung gehörten zu den dringendsten Anliegen. Verschiedene Arbeitsgruppen nahmen sich der Themen an. Zwei Mütter der Eltern-Steuergruppe erarbeiteten ein Anleitungsheft mit leichten Bewegungs- und Entspannungs-Übungen für Unterricht und Pausen, das sie nun in Kursen für Lehrer und Schülerinnen in die Praxis tragen. Andere Eltern engagieren sich, wenn es um das Bestellen und Austeilen der Schulkleidung oder die Einführung klassenübergreifender Themen-Elternabende geht. So arbeiten bereits etwa 15 Prozent der Eltern über längere Zeit aktiv in der Schule mit.

Neues Denken, intensiver Austausch

Anschub.de hat ein neues Denken ausgelöst, das sich in vielen weiteren Aktionen genauso wie in einem intensiven Austausch ausdrückt. Es gibt Klassen-Elternsprecher, Klassen-Elternabende zu Beginn des Schuljahres und Elternstammtische; die beiden Steuergruppenleiterinnen sichern den ständigen Austausch untereinander sowie mit den beiden anderen Elterngremien, dem Elternbeirat und dem Freundeskreis. Der Freundeskreis bietet Kurse von Selbstverteidigung und Rhetorik bis Lernen lernen oder Fit für den Beruf. Anschub.de unterstützte die Elternarbeit der verschiedenen Gremien an der Schule und die Vernetzung untereinander auch mit einem ‚Prima Klima’-Workshop zur Eltern-Beteiligung.

Vertrauen und Offenheit sind heute selbstverständlich

Die Eltern wählen die Mädchenrealschule ganz bewusst aus. „Oft nehmen die Kinder einen weiten und langen Schulweg mit Umsteigen dafür in Kauf. Die Eltern bringen eine hohe Bereitschaft mit, sich zu engagieren“, sagt Engel. Das Einbeziehen der Eltern sei durch Anschub.de „in eine Struktur gebracht“ worden. Vertrauen zu schaffen, das sei für das Einbeziehen von Eltern die wichtigste Voraussetzung. Wie eine Schule das schafft? Beispielsweise, indem sie bei den Eltern nicht nur anruft, wenn es Probleme gibt, sondern auch dann, wenn etwas gut gelaufen ist. Etwa, wenn ein ängstliches Kind aus sich herauskommt und sich gut beteiligt.

„Wir hatten aber auch großes Glück, dass wir Zugpferde bei den Eltern dabei hatten, die viele mitgerissen haben“, sagt Engel. Zugpferde wie Andrea Bätz, Leiterin der Eltern-Steuergruppe und selbst eine ehemalige Schülerin. Sie hat die Erfahrung gemacht: „Wenn man wirklich was anschieben will, dann muss man einfach mal anfangen, es in die Wege zu bringen. Man wächst mit den Aufgaben. Wenn es mal läuft, findet man immer Menschen, die bereit sind, mitzumachen und Zeit dafür herzugeben.“

Es braucht immer wieder ein bisschen Anschub

Bätz beobachtet, dass sich durch die Anschub-Impulse das Schulklima deutlich verändert hat: „Die Eltern trauen sich viel mehr, und von der Schulleitung wird diese Stärke und Präsenz zugelassen.“ Die Leiterin der Eltern-Steuergruppe ist sich sicher: „Diese enorme Bereitschaft, Offenheit zuzulassen, kam von Anschub.de. Es braucht immer wieder ein bisschen Anschub von außen, um neue Impulse, Ideen und Sichtweisen zu bekommen. Da kann man dann andere auch weiter motivieren.“

Schule

Mädchenrealschule der Franziskanerinnen (Realschule)

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